Es gibt Dinge in denen man keinen Sinn zu finden braucht um sie zu genießen! Eines dieser Dinge ist das Leben.

 

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Die Theorie vom Frieden

Die Theorie vom Frieden

Dies ist eine Verknüpfung von logischen Aktionen und Effekten, einzig dazu dienlich, den zwischenmenschlichen Frieden her zustellen. Ich möchte vornweg sagen, dass diese Verknüpfung nicht meiner Ideologie entspricht.

Der Mensch ist ein Tier, das schon seid Urzeiten im Kampf lebt. War es zu Anfang der Kampf gegen die Natur, das heißt die Witterung, wilde Tiere oder gar Naturkatastrophen, so ist heutzutage der Kampf des Überlebens in der westlichen Welt nicht mehr vorhanden. Doch es hat sich eine neue Bedrohung in den Industriekulturen ausgebreitet. Sie ist das Ergebnis des Fortschrittes und des Strebens nach Wohlstand. Es ist die Dekadenz, die dem Menschen den Kampf des Überlebens in das Hirn treibt, die Saat aus der Krieg erwächst. Als Gegenstück zu Bürgerkriegen und anderen Gewaltphänomenen weniger wohlstandsbeglückter Staaten versucht der dekadente mensch der Wohlstandsgesellschaft seinen Drang nach Gewalt mit dem Eingreifen in staatsferne Ereignisse, soll heißen in die Angelegenheiten anderer Staaten, zu befriedigen. Nimmt man jetzt den Faktor des überproportionierten Wohlstandes und verringert diesen, wird man irgendwann auf ein Ergebnis kommen, das das Gleichgewicht von Wohlstand und Überlebenskampf, eine ausgewogene Zufriedenheit der Bevölkerung, darstellt. Hiermit wird die natürliche Aggression auf den eigenen Kampf um den Fortbestand der Sippe gelenkt. Doch hierzu muss der Fortschritt gestoppt werden, denn dieser ist für den Wohlstand verantwortlich. Im Gegenteil ist es von Nöten, Rückschritte einzuleiten, um den Luxuskrieg zu beenden.

1 Kommentar 1.3.11 15:39, kommentieren

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Namenloser Text

Namenloser Text

 Es war später Herbst, die Martinszeit war da. Sylvia freute sich schon seit Tagen auf diese Zeit, in der es immer reichlich Süßigkeiten mit Gesang zu ergattern gab. Sie hatte mit ihrer Freundin in der Schule eine Laterne gebastelt und dachte, sie in ihrer strahlenden Herrlichkeit dem Heiligen Martin zu präsentieren. Es war eine Pracht von einer Laterne: viel bunte Folie, grüne und blaue und rote, formten mit dem Geschick der kleinen Kinderfinger und viel Klebstoff eine kleine Schildkröte, die mit einer kleinen Grühbirne an einem kurzen Stecken baumelnd zum leben erweckt werden sollte. Auch ihre Mutter hatte sie für ihre tolle Arbeit gelobt und versprochen, dass sie gegen ein kleines Lied auch an der eigenen Türe eine Hand voll Bonbons bekommen würde. So freute sich Sylvia jeden Abend im Bett auf diesen Abend.

Sylvia steht auf, sieht aus dem Fenster. Die Bäume haben die letzten Blätter abgeworfen und strecken ihre kahlen Zweige dürr in den morgendlichen Himmel. Sie streckt sich, gähnt herzhaft und bereitet sich dann für die Schule vor. Heute ist der große Tag, Sankt Martin soll heute kommen. Sylvia nimmt ihre Laterne und den Stecken und verlässt das Haus. In Gedanken ist sie bei den vielen Süßigkeiten, welche sie sich heute mit ihrer Freundin ersingen möchte. Da spricht sie plötzlich jemand von der Seite an. Verwirrt schaut sie auf. Ein unrasiertes Gesicht lächelt sie freundlich an. Ihr fällt sofort die große Nase auf. "Na du, was machst du denn hier ganz alleine? Wo ist denn deine Mama?" fragt das Gesicht. "Ich gehe zur Schule" antwortet Sylvia sofort. "Ganz allein? Ist das denn nicht gefährlich?" Sylvia überlegt. Sie geht in die erste Klasse und schon seid zwei Wochen allein. "Nein." sagt sie. Das Gesicht schaut verwundert und sagt "Aber ich begleite dich lieber, du magst doch bestimmt ein bisschen erzählen, schließlich ist heute doch Sankt Martin! Ich trage dir auch diese herrliche Laterne!" Da ist Sylvia in ihrem Element: Sie erzählt von den Süßigkeiten und dem tollen Feuer, welches heute abend entzündet werden soll. Sie biegen ab.

Vierzehn Stunden später. Es ist spät nachmittags, dunkel. Die gierigen Bäume angeln im Himmel nach den Träumen der Kinder. Eine Mutter weint. In ihrer Hand eine kleine Schildkrötenlaterne. Die kleine Glühbirne ist aus.

2 Kommentare 22.11.10 15:33, kommentieren

Einer Blume gleich

Einer Blume gleich

 

Einer Blume gleich in einem Feld

Ist dein Anblick für mich

Ein einzger Stern am Himmelszelt

So sehe ich dich

 

Mein Herz bebt

Wenn ich dich sehe

Mein Atem steht

Wenn ich dicht neben dir gehe

 

Deine Lippen auf meinem Mund

Sind wie ein warmer Stich

Gleich dem tiefsten Abgrund

Ist jede Sekunde ohne dich

 

Keine Rose so wundervoll wie dein Duft

Ihn und dich liebe ich mehr als mein Leben

Nur ihn atme ich lieber als reine Luft

Nur für dich, meine Liebste, will ich alles geben.

1 Kommentar 15.11.10 20:47, kommentieren

Der Jazzclub

Der Jazzclub

 

Draußen strömender Regen. Die Straßen, im tiefen Dunkelblau der Nacht, werden nur von den Laternen erhellt. Durch Regen verzerrtes Licht spiegelt sich in den Pfützen. Romantisch schaut der Mond zwischen zwei Schornsteinen durch, nur eine kleine Wolke zieht vorbei und verdeckt kurz einen Teil der weißen Schönheit. Am Straßenrand geparkt stehen ein paar Autos, Baujahr ’47.

Zur linken eine bei Tag wohl in sattem Grasgrün, doch nun im Halbdunkel beinahe schwarze Metalltür angelehnt. Ein feiner Lichtspalt dringt in die Tiefe der Nacht, und die sanften, träumenden Klänge eines Saxophones dringen aus dem Keller empor. Es wirkt fast, als wollten die weichen Töne die Mondgöttin zum Tanzen auffordern. Öffnet man die Tür, so findet man sich in einem älteren, aber gut erhaltenen Treppenabstieg wieder und traut man sich, die knarzenden Holzstufen der Treppe zu bewältigen, findet man sich in einem gemütlichen Jazzclub wieder. Man atmet es schon beim Eintreten, die warme Luft und der Zigarettenqualm füllen die Lungen. Hier und da sitzen die Kenner und wippen im langsamen Takt des Saxophonisten mit dem Fuß, den Hut aufsässig schief auf dem Kopf. Die braunen Holztische und Sitzecken wirken willkürlich verteilt, doch immer wohl platziert und nicht unangenehm. Man setzt sich in eine der alten Bänke und sogleich wird ein Whiskey gebracht. Der karamellene Geschmack verteilt sich im Mund und ein Brennen wärmt den Hals. Man fühlt sich unter Gleichgesinnten.

2 Kommentare 2.10.10 13:22, kommentieren

Haus der Uhren

Haus der Uhren


In der Tiefe des Waldes tickt es, Stunde um Stunde. Es tickt bei jedem Rascheln der Blätter und mit jedem Kreischen der Raben. Setzt du einen Fuß hinein, es tickt bei jedem Schritt. Denn dort, in der Tiefe des Waldes, dort steht ein Haus. Man nennt es das Haus der Uhren. Niemand weiß, woher es kommt, wer es dort hin gebaut hat. Doch auch niemand weiß, wann es jemals nicht dort stand. Man erzählt sich, die Ewigkeit habe dieses Haus dort hingesetzt um der Zeit einen Körper zu verleihen. Denn es gab eine Zeit, wo die Menschen sie nicht ernst nahmen. Jeder nahm sich so viel von ihr wie er wollte. Und deshalb setzte die Ewigkeit dieses Haus in den Wald. Als Kontrolle. Andere sagen, die Ewigkeit wollte sich selbst einen Körper geben. Etwas in die Welt setzen um sich in ihr zu verankern. Man sagt, sie sei durch diese Tat real geworden. Die Zeit. Denn dass die Menschen an etwas glauben, liegt lediglich daran, dass ein Teil dieses Geglaubten in der Welt existiert. Nun glauben die Menschen an die Zeit. Und plötzlich hat auch keiner mehr etwas von ihr. Wie in einem Gefängnis ist die Zeit nun in diesem Haus eingesperrt und ruft mit ihrem Ticken danach, der Unendlichkeit zu entkommen.

26.9.10 21:08, kommentieren